Hilfsnavigation
Volltextsuche
Eingangsbereich mit Information der Kreisverwaltung Plön
© Kreis Plön 
Seiteninhalt

Informationen zur Geflügelpest

Aufstallpflicht für Geflügel im Kreis Plön endet zum 31. März 2022

Die Zahl der durch Geflügelpest verendet aufgefundenen Wildvögel im Kreis Plön ist drastisch zurückgegangen. Der letzte Nachweis erfolgte am 02.03.2022 bei einer Möwe. Der einsetzende Zugvogelrückflug hatte bislang nicht zu einer vermuteten höheren Auffindungsrate verendeter Wildvögel im Kreis Plön geführt.

Nach einer vom Veterinäramt aktuell durchgeführten Risikobewertung wird vorerst von einer weiteren Verlängerung und damit Aufstallung des Geflügels abgesehen. Obwohl immer noch vereinzelt Fälle von Geflügelpest in Schleswig-Holstein auch in Hausgeflügelbeständen gemeldet werden, ist diese Entscheidung mit einem Restrisiko vertretbar und aus Gründen der art- und verhaltensgerechten Unterbringung von Hausgeflügel geboten.

Die im November 2021 vom Land Schleswig-Holstein angeordneten Biosicherheitsmaßnahmen (Hygienevorschriften) sind weiterhin in Kraft und strikt zu beachten. Dazu gehören Regelungen zu Reinigung und Desinfektion, zu Schutzkleidung beim Betreten von Geflügelhaltungen, ein landesweites Verbot des Handels über Geflügelmärkte, Geflügelbörsen und mobile Geflügelhändler sowie weitergehende Buchführungspflichten für alle Geflügelhalter.

Das Veterinäramt des Kreises Plön warnt aber ausdrücklich, dass die Geflügelpest noch nicht zum Erliegen gekommen ist und appelliert an das eigenverantwortliche Handeln aller Geflügelhalter, die empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten und gerade im Außenbereich darauf zu achten, Wildvögel nicht durch offene Futter- und Wasserstellen anzulocken. Es wird außerdem dazu geraten, in der Nähe von bekannten Wildvogelrastplätzen das Hausgeflügel auf freiwilliger Basis im Stall zu belassen. Auch wenn sich die Lage momentan entspannt hat, kann sie sich doch jederzeit ändern.

Sollten wieder mit Geflügelpest infizierte Wildvögel aufgefunden werden, kann ein erneutes Aufstallungsgebot im Kreisgebiet die Folge sein.

Die hochpathogene aviäre Influenza der Subtypen H5 und H7, auch Geflügelpest genannt, ist eine Tierseuche, die bei gehaltenen Vögeln und Wildvögeln nach teilweise schweren Krankheitsverläufen zu massenhaftem Verenden führen kann. Als natürliches Reservoir für Geflügelpestviren gelten Wildvögel, insbesondere Wasservögel, die den Erreger auch während des Vogelzugs über weite Strecken verbreitet können.

Seit November vergangenen Jahres war der Geflügelpest-Erreger bei zahlreichen, verendeten Wildvögeln in ganz Schleswig-Holsteinnachgewiesen worden. Um eine Verbreitung des Virus und einen Eintrag in private Haltungen und gewerbliche Betriebe zu verhindern, galten deshalb strenge Biosicherheitsmaßnahmen, sämtliche Geflügel-Ausstellungen waren verboten und die Tiere mussten in geschlossenen Ställen gehalten werden.  

Das Landwirtschaftsministerium hat Hinweise zur praktikablen Umsetzung von vorbeugenden Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen in Geflügelhaltungen in einer Handreichung für Kleinbetriebe und Hobbyhaltungen auf der Homepage des Landwirtschaftsministeriums veröffentlicht: www.schleswig-holstein.de/gefluegelpest


Bürger*innen, die einen toten Greifvogel, eine Ente, Gans oder einen anderen verendeten Wasservogel finden, sollte diesen bei den örtlichen Ordnungsbehörden melden. Einzelne tote Vögel anderer Arten (zum Beispiel Singvögel und Tauben) und offensichtlich verunglückte Vögel (am Straßenrand; unter Hochspannungsleitungen oder ähnlichem) müssen nicht gemeldet werden. Bereits stark verweste oder skelettierte Vögel sind nicht mehr untersuchungsfähig und sollten direkt entsorgt werden. Für spezielle Rückfragen ist die Veterinäraufsicht zu erreichen unter 04522 / 743-270 sowie per E-Mail an vetabt@kreis-ploen.de.

Weitere Informationen:

Informationen der Landesregierung

Informationen des Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)

Kontakt

Abteilung Veterinär- und Lebensmittelaufsicht »
Amt für Sicherheit und Ordnung und Veterinärwesen
Hamburger Straße 17-18
24306 Plön
Karte anzeigen
Telefon: +49 4522 743 270
E-Mail schreiben oder Formular
Seitenanfang