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Klimaschutz und Digitalisierung
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Kreiseigene Liegenschaften

Klimaschutzteilkonzept für den Bereich eigene Liegenschaften des Kreises Plön

Der Kreistag hat am 20.09.2012 beschlossen, ein Klimaschutzteilkonzept für seine eigenen Liegenschaften erstellen zu lassen.

Der Kreis Plön möchte mit der Erarbeitung des Klimaschutzteilkonzeptes für den Bereich eigene Liegenschaften eine Handlungsanweisung zur Einführung des Energiecontrollings- und -managements bekommen. Die Umsetzung der energetischen Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudesubstanz der kreiseigenen Liegenschaften sollen prioritär am Reduktionsziel CO2 und der erzielbaren Energie- und Kosteneinsparung orientiert werden. Damit möchte die Kreisverwaltung ihre Vorbildfunktion als öffentliche Hand beim wichtigen Thema Klimaschutz wahrnehmen und auch motivierend für andere Sektoren und Energieverbraucher wirken. Die zu erwartende Kostendämpfung bei den Bewirtschaftungskosten und die systematische Behandlung des Themas Energie und Klimaschutz im Liegenschaftsmanagement ist ein wichtiges Arbeitsziel der Verwaltung.

Die Abteilung für Organisation, Gebäude und Liegenschaften hat im Februar einen Antrag auf Förderung zur Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes beim Projektträger Jülich gestellt.

Nach Bewilligung der Fördermittel für das Teilkonzept durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Juli 2013 konnte im Sept. 2013 der Auftrag zur Erstellung des Konzeptes erteilt werden.
Untersucht werden 26 Liegenschaften bzw. Gebäudekomplexe des Kreises mit einer Bruttogeschossfläche von knapp 90.000m². Ziel und Förderauflage des Zuwendungsgebers ist es, die von der Bunderegierung vorgegebene massive Senkung der Klimaschadgas-Emission (CO2) bis 2050 um 80% bis 95% unter das Niveau von 1990 abzusenken. Dabei sollen die auf diesem Zielpfad notwendigen Maßnahmen für die nächsten 10 bis 15 Jahre identifiziert werden.

Begonnen hatte das Projekt zur Erarbeitung des Klimaschutzteilkonzeptes mit den zeitaufwändigen Begehungen aller Liegenschaften bereits Ende des Jahres 2013 und wurde nun mit der Fertigstellung eines sehr umfangreichen Konzeptes im Juni 2014 zum Abschluss gebracht.

Das Konzept wurde dem Projektträger Jülich – Forschungszentrum Jülich GmbH unter dem Förderkennzeichen: 03KS5080 übermittelt und bildet nun die Grundlage für das weitere Vorgehen für einen professionellen Einstieg in das Energiecontrolling und das weiter aufzubauende Klimaschutzmanagement der eigenen Liegenschaften des Kreises Plön.

Kurzfristig wird nun der Förderantrag für die Einstellung eines Klimaschutzmanagers beim Projektträger Jülich eingereicht, sodass mit dieser zusätzlichen Personalie, die bereits im Stellenplan fest verankert ist, die Vielzahl der kurzfristig einzuleitenden Maßnahmen möglichst zügig und mit dem entsprechenden Fachverstand umgesetzt werden können.

Der Förderantrag wurde mittlerweile bewilligt, der Klimaschutzmanager hat zum 01.05.2015 seine Arbeit aufgenommen und setzt nun das Klimaschutzteilkonzept für die eigenen Liegenschaften um.

Nähere Informationen erhalten Sie im Abschlussbericht zum Klimateilschutzkonzept (KS TK) des Kreises Plön.

Projektförderung:

Zuwendungsgeber: Die Maßnahme des Kreises Plön wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland. Zuwendungsgeber ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Projektpartner:

PtJ Jülich – Forschungszentrum Jülich GmbH
Förderkennzeichen: 03K01467

Kosten:

120.689,00 €

Zuwendungssumme:

102.586,00 €

Förderanteil:

85 Prozent

Laufzeit:

Mai 2015 – April 2017

Weiterführende Links:

www.klimaschutz.de

www.ptj.de/klimaschutzinitative-kommen



Klimaschutzmanagement

Während der Dauer des Förderzeitraums für ein Klimaschutzmanagement vom 1.05.2015 bis zum 31.07.2017 wurden wichtige Meilensteine aus dem Klimaschutz-Teilkonzeptes umgesetzt:

Ein Echtzeit-Energiemanagement wurde durch die Klimaschutzmanager konzipiert, programmiert und installiert. Hausmeister und Bauunterhalter können nun auf Wunsch die Energieverbräuche ihrer Liegenschaften bequem am eigenen Monitor verfolgen und auswerten. Die Einsparungen an Energie durch die permanent optimierte Betriebsführung der zentralen Heizungsanlagen betragen im Mittel etwa 10 %.

In vier Schulen wurde mit Unterstützung von Fördermitteln aus der Nationalen Klimaschutz-Initiative (NKI) die Beleuchtung komplett auf LED umgestellt. In vier Schulen und der Kreisverwaltung wurden alte Heizungspumpen durch neue, selbstregulierende Stromsparmodelle ersetzt. Eine Lüftung wurde erneuert und ein Wärmetauscher nachgerüstet. Erzielte Energie-Einsparung: ca. 70 %

In der Heinrich-Heine-Schule wird nach einem Komplett-Umbau der Hydraulik und Abgasführung zu 90% mit Holz-Pellets geheizt. Erzielte CO2-Ersparnis: ca. 90 %

Für das Friedrich-Schiller-Gymnasium ist eine Machbarkeitsstudie für 100% Regenerative Nahwärme in Arbeit. 80% der Nettokosten konnten über die Aktiv –Region Schwentine-Holsteinische Schweiz als Förderbeitrag eingeworben werden. Die alten Heizkessel der Sporthallen werden im Zuge der Umsetzung des klimafreundlichen Nahwärme-Netzes bis 2020 abgebaut. ZIEL = ZERO CO2

Für zwei Kasseler-Bauten aus den 70er Jahren wurden umsetzungsreife Sanierungskonzepte entwickelt und genehmigt. Mit dem Neubau des Naturwissenschaftlichen Fachgebäudes des Gymnasiums Schloss Plön wurde im Sommer 2017 begonnen, die Sanierung des gelben Elefanten am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Preetz ist ab Sommer 2018 vorgesehen. Projektierte Energie-Einsparung: ca. 70 %

Durch Studenten des Studienganges „Green engineering“ der Europa-Universität Flensburg wurde eine zukunftsweisende Studie mit dem Thema „Nahwärmeversorgung auf Basis regionaler Biomasse für die Liegenschaften des Kreises Plön“ erstellt. Die Vorstellung und Diskussion des Konzeptes in Verwaltung und Selbstverwaltung steht noch aus. ZIEL = ZERO CO2

Seit dem 01.01.2018 werden alle Kreisliegenschaften mit grünem Strom versorgt: ZERO CO2 erreicht.

Projektförderung / Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

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Andreas Siebelts »
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